Archive für the ‘Videokommunikation’ Category
Videokonferenzen als Unternehmensstandard
Vor 10 Jahren war Videokommunikation nur selten ein Thema am Arbeitsplatz. Heute sind Videokonferenzen Standard in der Unternehmenskommunikation. Dadurch dass Unternehmen immer internationaler agieren und Ländergrenzen keine Barrieren mehr darstellen, verlangt eine moderne Arbeitsumwelt eine Kommunikation, die mit dieser Entwicklung Schritt halten kann.
Mit Videokonferenzen die Wettbewerbsfähigkeit steigern
Videokonferenzen unterstützen die Kommunikation zwischen Personen weltweit, ohne lange Vorplanung und hohe Kosten. Durch Unified Communications können Personen an verschiedenen Orten zusammen an Projekten arbeiten. Unternehmen sparen Reisekosten und schonen ihre Mitarbeiter. Des Weiteren stellen sie sicher, dass sie schnell handeln können, und sich Teams nicht ortsabhängig sondern kenntnisabhängig bilden. So ist die Qualität der erarbeiteten Lösungen deutlich gesteigert und das Unternehmen im Vergleich zu Wettbewerbern konkurrenzfähiger.
Die Videokonferenz im Einsatz
Videokommunikation findet heute breitgefächerten Einsatz im Unternehmen. Vorwiegend werden Videokonferenzen genutzt, um ortsübergreifend zusammen an Projekten zu arbeiten oder sich qualifizierte Meinung von Fachleuten einzuholen. Das Mittel der Videokonferenz wird jedoch auch zunehmend genutzt, um Mitarbeiter zu schulen. So können Schulungen und Konferenzen in Echtzeit gestreamt werden oder später als aufgezeichnete Version auf dem eigenen PC nachverfolgt werden. Durch steigende Flexibilität in der unternehmensexternen Anwendung neuester Lösungen wird es zudem immer einfacher auch Kunden und Partnern einen zusätzlichen Service durch den Einsatz von Videokonferenzen zu bieten.
Möglichkeiten der Anwendung von Videokonferenzen
Die große Bandbreite an Lösungen, die vor allem die Marktführer Cisco, Polycom und LifeSize bieten, ermöglicht es Unternehmen, Videokonferenzen in verschiedenen Formen zu führen. Qualitativ hochwertigste Videokommunikation ist möglich mit speziell auf die gegebenen Räumlichkeiten abgestimmten Videokonferenz-Raumsystemen. Telepresence lässt andere Teilnehmer nahezu anwesend erscheinen. Ist die lokale Flexibilität der Videokonferenz die entscheidende Komponente, kann Videokommunikation aus der Cloud auf dem mobilen Device des einzelnen genutzt werden. Videokonferenz als gängige Kommunikationsmethode im Unternehmensalltag für jegliche Belange wird ermöglicht durch einfache Desktopsysteme bestehen aus Kamera und Headset am Arbeitsplatz des Mitarbeiters. Durch die Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten wird Videokommunikation zu einem effizienten Helfer für nahezu jede Kommunikationssituation.
Video conferencing market gearing up for comeback
Market research firm Infonetics Research released excerpts from its 4th quarter (4Q12) and year-end Enterprise Telepresence and Video Conferencing Equipment report, which tracks dedicated and PBX-based video conferencing and telepresence infrastructure and endpoints (desktop, immersive telepresence, videophones, multipurpose rooms, and software).
Read more Infonetics Research.
Polycom erweitert Portfolio für Microsoft Lync 2010 und 2013
Videoraumsystem und Content-Sharing-Suite für Lync-Nutzer
Ein von Polycom speziell für Microsoft Lync 2013 entwickeltes Videoraumsystem soll die Möglichkeiten der Zusammenarbeit erhöhen, eine neue Software-Anwendung das Content Sharing zwischen standardbasierenden Video-Collaboration-Lösungen und Lync erweitern.
Die Kombination aus Polycoms Video-/Voice-Lösungen und Microsoft Lync kann die Kommunikation von unterwegs, von zu Hause oder aus dem Büro aus, in Konferenzräumen oder immersiven Videoräumen vereinheitlichen. Mitarbeiter, die eine Videokonferenz starten möchten, klicken hierfür auf einen Namen in der Kontaktliste von Lync.
Videokonferenz-Raumsystem
Das für die zweite Jahreshälfte 2013 angekündigte Videokonferenz-Raumsystem für Microsoft Lync 2013 wird Polycoms Kamera- und Mikrofon-Optionen (sowohl für herkömmliche Frontkameras als auch für 360-Grad-Kameras in der Tischmitte), Monitore mit Touchscreen sowie einen Touch-Controller für die Tischplatte beinhalten. Funktionen wie Präsenzanzeige, Kontaktsuche und Instant Messaging sind Teil der Lösung für hochwertige Videokonferenzen mit Collaboration-Funktionen wie Whiteboarding, Power-Point-Präsentationen sowie Teilen und Bearbeiten von Anwendungen. Durch die Integration in Microsoft Outlook können Anwender Meetings sowohl in Meetingräumen als auch außerhalb des Büros durchführen. Lync 2013 ermöglicht darüber hinaus spezielle Funktionen wie die integrierte Multiparty-Videofunktion.
Content-Sharing-Suite
Die ab sofort verfügbare Realpresence Content Sharing Suite ist eine Software-Anwendung für die Softwareinfrastruktur der Polycom-Realpresence-Plattform. Mit ihr können Lync-Nutzer Inhalte über standardbasierende Video-Collaboration-Geräte wie raumbasierende Videolösungen oder mobile Apps teilen. Dokumente und Präsentationen sollen dabei über einen separaten Content-Video-Stream weitergegeben werden. Dies würde eine Darstellung der Inhalte in hoher Auflösung und gleichzeitig eine größere Ansicht der Gesprächspartner erlauben.
Interoperable Möglichkeiten
Polycom bietet 40 Lösungen an, deren Interoperabilität mit Microsoft Lync 2010 offiziell zertifiziert ist. Darunter fallen Produkte der Polycom-CX-Familie, die eine kundenspezifische Lync-Integration ermöglichen. Auch die jüngsten HD-Video-Collaboration-Systeme der Polycom-Realpresence-Group-Serie (300, 500 und 700) sind mit Microsoft Lync 2010 kompatibel. Sie beinhalten eine neue Benutzeroberfläche und bieten HD-Video-, Content-Sharing- (bis zu 1.080p60) und Audiofunktionen.
Polycom baut UC-Lösungen mit Microsoft-Lync
Polycom erweitert sein Portfolio an Microsoft-Lync-kompatiblen Lösungen: Ein neues Videoraumsystem speziell für Microsoft Lync 2013, eine Multi-Way Content-Sharing-App sowie weitere interoperable Lösungen ergänzen nun das Angebot.
„Insgesamt bietet Polycom 40 Video-, Sprach- und Content Sharing-Lösungen, die mit Microsoft-Lync interoperabel oder dafür optimiert sind. Deswegen entscheiden sich im immer mehr Kunden weltweit für eine komplette UC&C Lösung von Polycom und Microsoft“, heißt es in der Produktankündigung. Die Realpresence Video- und Voice-Lösungen in Kombination mit Microsoft Lync ermöglichen laut Polycom eine einheitliche Kommunikation von überall, ob von unterwegs, von zu Hause oder aus dem Büro aus, in Konferenzräumen oder immersiven Videoräumen: „Mitarbeiter können damit eine Videokonferenz einfach und intuitiv in ihrer gewohnten Arbeitsumgebung starten. Sie klicken einfach auf einen Namen in der Kontaktliste von Lync und können sich sofort sicher von Angesicht zu Angesicht über Video mit anderen verbinden.“
Ted Colton, Global Vice-President of Strategic Alliances bei Polycom: „Wir haben lange mit Microsoft an der Interoperabilität unserer Lösungen gearbeitet und freuen uns, dass uns das mit Lync 2013 wieder gelungen ist.“ Weiter heißt es: „Unsere gemeinsamen Kunden profitieren davon, weite Distanzen zwischen Mitarbeitern problemlos überbrücken zu können. Die Kombination aus Software von Polycom und Microsoft bietet Mitarbeitern eine nahtlose UC-Lösung inklusive Video-, Sprach-, Konferenz- und Kollaborationsmöglichkeiten und erlaubt ihnen, flexibel zu sein. Unser neues Raumsystem speziell für Lync 2013 ist noch leistungsfähiger und bietet Kunden einen noch größeren Mehrwert.“

© Polycom
Lync-Raumsystem und erweitertes Content Sharing
Polycom bringt ein neues Videokonferenz-Raumsystem mit einer Kombination aus Microsoft-Lync-2013 und der Polycom-Video-Collaboration-Technologie auf den Markt. Die Lösung beinhaltet Kamera- und Mikrofon-Optionen von Polycom (sowohl für herkömmliche Frontkameras als auch für 360 Grad Kameras in der Tischmitte), Monitore mit Touchscreen sowie einen Touch-Controller für die Tischplatte. Das neue Polycom-Raumsystem ist speziell auf Lync-2013 ausgelegt, um das Lync-Nutzererlebnis auf Video-Konferenzräume auszuweiten, heißt es.
Funktionen wie Präsenzanzeige, Kontaktsuche und Instant-Messaging sind Teil der Lösung. Sie ermöglicht laut Polycom qualitativ hochwertige Videokonferenzen mit vielfältigen Collaborations-Funktionen inklusive Whiteboarding, Power-Point-Präsentationen, das Teilen und Bearbeiten von Anwendungen und vieles mehr. Durch die Integration in Microsoft-Outlook können Anwender Meetings sowohl in Meeting-Räumen als auch außerhalb des Büros starten und durchführen. Lync-2013 ermöglicht darüber hinaus einige spezielle Funktionen wie beispielsweise die integrierte Multiparty-Videofunktion. Das neue Raumsystem setzt auf die laut Hersteller branchenweit erste standardbasierte SVC-Implementierung, die von Polycom im Herbst 2012 vorgestellt wurde.
Microsoft Lync 2013 – einsatzbereit für die Praxis?
Vor Kurzem hat Microsoft die neue Version seiner Unified Communications-Software herausgebracht. Das “Lync”-Release 2013 hält einige Weiterentwicklungen für mobile Betriebssysteme, virtuelle Desktops und Windows 8 bereit.
Ein Leben ohne Unified Communications können sich viele Unternehmen nicht mehr vorstellen. Andere haben mit der Einführung gezögert, da sie auf eine optimale Lösung warten. Besonders wichtig sind dabei heutzutage die nahtlose Integration von iPhones oder Android-Geräten sowie ein reibungsloser Betrieb in virtuellen Desktops. Für Lync 2013 hatte Microsoft entsprechende Optimierungen versprochen.
Was ist daraus geworden? Und welche weiteren Neuerungen bringt Microsoft Lync 2013?

Neue Oberfläche
Auf den ersten Blick sieht die neue Oberfläche von Lync 2013 vielversprechend aus: Durch die übliche Anpassung an das Design von Windows 8 wirkt sie strukturierter und übersichtlicher. Die überwiegend weiße, spartanische Oberfläche ist zwar im Vergleich zum bunten Vorgänger anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, passt aber besser ins berufliche Umfeld und bietet kompakt viele Funktionen. Diese sind auch schnell erreichbar, da die Menüs ähnlich geblieben sind.
Einfache Konferenzen
Nach dem gewohnten Einloggen per Single-Sign-on unter Windows sind sofort alle bisherigen Kontakte je nach Verfügbarkeit und Gruppen sichtbar. Konferenzen lassen sich so einfach wie in der Vorgängerversion starten. Ein Klick genügt für die Anwahl, das Hinzufügen weiterer Personen oder die Desktop-Freigabe. Erstmals können nun zwei Monitore für Videokonferenz sowie Desktop Sharing oder die Anzeige der Tagesordnung genutzt werden. Schon vor einer Videokonferenz lässt sich über die Anzeige “videofähig” erkennen, ob der andere Teilnehmer eine Kamera verwendet. Zudem ist beim Videoconferencing jetzt die Darstellung von Live-Bildern von bis zu fünf Teilnehmern gleichzeitig möglich. Bislang schaltete der Client die Videoübertragung immer automatisch auf den aktuellen Sprecher. Durch die parallele Live-Übertragung aller Teilnehmer steigt das Gefühl deutlich, an einem echten Meeting teilzunehmen statt an einer Konferenzschaltung.
Videokonferenzen als Service
Mitunter lagern Unternehmen einzelne IT-Anwendungen in die Wolke aus, darunter auch die Videokommunikation, um die mit dem Betrieb einer eigenen Infrastruktur verbundenen Investitionen zu vermeiden.

Videokonferenzen waren bis vor wenigen Jahren teilweise noch sehr exklusive Veranstaltungen, für die man sich in einen speziell ausgestatteten und teuren Konferenzraum begeben musste. Sie waren daher vor allem dem oberen Management an größeren Standorten vorbehalten. In der heutigen Geschäftswelt besteht jedoch immer häufiger die Notwendigkeit, viele Mitarbeitern in unterschiedlichen Funktionen schnell und unkompliziert in Videokonferenzen einzubeziehen, wo immer sie sich gerade befinden. Dafür werden komplexe Video-Infrastrukturen für das Bridging zwischen den einzelnen Endpunkten benötigt, die Unternehmen oftmals nicht selbst vorhalten wollen oder können. Hier können Cloud-Services eine eigene Infrastruktur ersetzen oder ergänzen und darüber hinaus neue Einsatzmöglichkeiten eröffnen.
Bei der Einführung von Videokonferenztechnik gibt es grundsätzlich drei verschiedene Ansätze, die jeweils Vor- und Nachteile besitzen: Man kann eigenes Equipment anschaffen und selbst betreiben, man kann selbst in die Technik investieren, sie aber von einem spezialisierten Serviceprovider betreiben lassen. Oder man setzt auf ein reines Servicemodell in der Cloud. Der traditionelle Ansatz besteht darin, die erforderlichen Endgeräte sowie die Video-Infrastruktur bestehend aus Multipoint Control Unit (MCU) und Gatekeeper von Herstellern wie Cisco, Polycom oder Radvision zu kaufen und selbst zu betreiben. Dieser Ansatz erfordert nicht nur entsprechende Investitionen, sondern birgt auch die Notwendigkeit, rund um die Uhr qualifiziertes Personal für Betrieb und Support vorzuhalten. Dafür ist er der sicherste und bietet die vollständige Kontrolle über die gesamte Videokonferenztechnik, da im laufenden Betrieb keine Fremdfirmen eingebunden sind.
Die fortlaufenden Investitionen in das für den Betrieb und den technischen Support erforderliche Personal kann man sich sparen, wenn man die gekaufte Lösung von einem Managed Service Provider (MSP) betreiben lässt. Da der Betrieb solchen Equipments das Kerngeschäft des Providers ist, hat dieser meist deutlich mehr Expertise, als sich sinnvoll im eigenen Unternehmen aufbauen lässt. Das verspricht einen reibungsloseren Betrieb und zudem eine höhere Akzeptanz bei den Mitarbeitern.
Bei einem Video-Bridging-Service kann man zusätzlich noch auf die anfänglichen Investitionen verzichten und Videokonferenzen als reinen Service nutzen. Cloud-Services bieten die gleichen Vorteile bei der Effizienz und Zuverlässigkeit wie der Ansatz mit einem MSP. Allerdings treten hier an die Stelle von Investitionen und Abschreibungen reine Betriebskosten ohne großes Kalkulationsrisiko. Zudem lassen sich Cloud-Services besser skalieren als gekaufte Lösungen, bei denen vor einer Erweiterungsinvestition meist Engpässe und danach ungenutzte Kapazitäten an der Tagesordnung sind. Cloud-Services dagegen wachsen bzw. schrumpfen mit den Anforderungen des Unternehmens und sind deshalb kosteneffizient. Zudem kann ein Video-Bridging-Service unproblematischer eingeführt werden als eigene Technik, deren Auswahl, Installation und Inbetriebnahme in der Regel mehrere Monate in Anspruch nimmt.
Ein weiterer Vorteil ist die Unterstützung heterogener Infrastrukturen. In globalen Unternehmen können lokale Niederlassungen oder Töchter oft eigene Investitionsentscheidungen treffen, bei Akquisitionen kauft das Unternehmen mehr oder weniger notgedrungen das mit, was an Technik gerade verfügbar ist. Auch die Einbindung von Zulieferern oder Kunden in die eigene Konferenzinfrastruktur gestaltet sich mit einem Bridging Service oft einfacher als mit einer eigenen MCU, ob sie nun selbst oder von einem MSP betrieben wird. Zudem unterstützen Cloud-Services meist gängige Endgeräte und Standards wie H.323 und SIP und können daher Interoperabilitätsprobleme vermeiden helfen.
Nicht zuletzt entscheiden sich Unternehmen für die Cloud, um schnell von technischen Fortschritten profitieren zu können. So ermöglicht etwa Video Meet von der Deutschen Telekom die Einbindung von Technologien wie Microsoft Lync, von Consumer Clients wie Skype oder Google Talk und von Plug-ins, mit denen der Standardbrowser zum professionellen Videokonferenz-Client wird. Damit erweitert sich der Einsatzbereich von Videokonferenzen, da keine dedizierten Endgeräte mehr benötigt werden. Statt einen Konferenzraum aufsuchen zu müssen, kann jeder Mitarbeiter an seinem Arbeitsplatz an Videokonferenzen teilnehmen.
Die Stunde der Videokonferenzen: Kostendruck zwingt zu Einsparungen
Warum immer mehr mittelständische Unternehmen den Wechsel hin zur Videotelefonie wagen, erklärt Andreas Wienold, Vice President LifeSize EMEA, im Gespräch mit IT-BUSINESS
ITB: Welche Trends und Entwicklungen erwarten Sie in Ihrem Marktsegment im Jahr 2013?
Wienold: Unsere Videokonferenzsysteme waren 2012 besonders bei mittelständischen Unternehmen gefragt. Wir sind fest davon überzeugt, dass sich dieser Trend ebenso im neuen Jahr fortsetzen wird. Mittelständische Unternehmen stehen tagtäglich vor der Herausforderung, sowohl im Inland als auch im Ausland mit deutlich größeren Konkurrenten mitzuhalten. Gleichzeitig zwingt sie der zunehmende Kostendruck zu signifikanten Einsparungen. Auf der Suche nach einer Lösung wagen immer mehr mittelständische Unternehmen den Wechsel hin zu Videotelefonie anstatt Geschäftsreise. Die damit erzielbaren Erfolge im Bereich Kostenersparnis und Effizienz sprechen für sich. Wir rechnen damit, dass unsere Kunden viele Nachahmer finden werden.
ITB: Wie stellt sich Ihr Unternehmen auf diese Situation ein?
Wienold: Wir wollen mittelständischen Unternehmen den Zugang zur Videokommunikation vereinfachen. Deshalb werden wir 2013 Produkte auf den Markt bringen, die die Anschaffungs- und Installationskosten stark senken und einen schnelleren ROI erlauben. Gleichzeitig ist gerade bei mittelständischen Unternehmen, die keine große IT-Abteilung haben, eine hohe Benutzerfreundlichkeit besonders entscheidend. Darauf konzentrieren wir uns, damit die Anwender Videokonferenz-Systeme völlig intuitiv bedienen können.
ITB: Was wünschen Sie sich – privat und beruflich – vom neuen Jahr?
Wienold: Ich möchte zusammen mit meinen Kollegen die Geschäftswelt weiter positiv verändern, indem wir mit unseren Lösungen eine gute Balance zwischen Arbeit und Privatleben bei den Kunden fördern. Videotelefonie führt Menschen auf einfachem Weg zueinander, auch wenn weite Distanzen zwischen ihnen liegen. Das lässt sie effektiver zusammenarbeiten und kommt ihrer Work-Life-Balance zugute. Privat freue ich mich darauf – dank Videotelefonie – diese Bilanz auch für mich und meine Familie zu erzielen.
Lifesize stellt Videokonferenz-Lösung Icon vor
Lifesize stellt eine neue Videokonferenz-Lösung namens Icon vor. Eine Roadshow soll Partner begeistern. Ob Logitech allerdings von seiner 2009 zugekauften Sparte begeistert ist?

Lifesize, Tochterfirma von Logitech, hat eine neue Produktreihe namens Lifesize Icon vorgestellt. Zentrales Element von Icon ist eine vereinfachte Benutzeroberfläche, die Barrieren bei der Verwendung von Videotelefonie abbauen soll. Die Smart-Video-Technologie der Icon-Reihe soll Schluss machen mit komplizierter Handhabung.
Flexibel und skalierbar
Die Icon-Serie ist – samt Features wie Streaming- und Recording-Funktion, Firewall Traversal, Multiparty-Videogespräche und Managementlösung – komplett in die Lifesize-UVC-Plattform integriert. Das soll es Anwendern erlauben, das Potenzial der Plattform leichter auszuschöpfen. So soll durch diese Integration auch die Anschaffung und der IT-Support flexibler und effizienter werden. Unternehmen können sich entscheiden, nur die Applikationen zu erwerben, die ihre Mitarbeiter tatsächlich benötigen.
Die LifeSize-Icon-Serie enthält folgende Funktionen:
- Vereinfachte Navigation durch das Adressverzeichnis: Schnellsuche und Verbindungsaufbau in Sekunden
- Kalender: Einsicht in die komplette Agenda
- Einfaches Streaming und Recording: Anwender erreichen Live-Übertragungen und Aufzeichnungen auf Knopfdruck
- Multiparty-Videoanrufe: Nahtlose Integration mehrerer Gesprächsteilnehmer bei Videokonferenzen
- Firewall/NAT: Sichere Full-HD-Videokonferenzen innerhalb und außerhalb eines IT-Netzwerks
- Präsentations-Modus: Data Sharing, das eine Auflösung von bis zu 1.080p unterstützt
- HD-Videoqualität: Auflösung von bis zu 1080p bei 60 Bildern pro Sekunde
- Flexible Erweiterung
In Ergänzung zum Produktlaunch wird Lifesize im Rahmen einer Roadshow Partnern und End-Usern die Gelegenheit geben, die Lösung live kennenzulernen. Nähere Informationen erhalten Interessierte via E-Mail: emea_marketing@lifesize.com.
Die LifeSize-Icon-Serie ist ab sofort weltweit ab 2.800 Euro erhältlich.
Schwere Zeiten
Zeitgleich mit dem Launch sind nun auch Gerüchte im Umlauf, die von einem möglichen Verkauf von Lifesize durch die Muttergesellschaft Logitech sprechen. Glaubt man amerikansichen Nachrichtenportalen, will Logitech sich innerhalb der nächsten drei Monate entscheiden, ob man die Videokonferenz-Sparte wieder veräußert. Lifesize gehört seit 2009 zu Logitech. Der Konzern hatte den Videokonferenz-Spezialisten für 405 Millionen US-Dollar gekauft.
Strategische Partnerschaft von AT&T und Polycom
Telepresence Solution unterstützt die Realpresence-Plattform
Künftig möchten AT&T und Polycom Videomeetings personalisiert, mobil und aus der Cloud anbieten. Videokommunikation und videofähige Geschäftsprozesse sollen sich so schneller und einfacher in den Arbeitsalltag von Mitarbeitern integrieren lassen.
Mit ihrer Kooperation verfolgen AT&T und Polycom das Ziel, die Verfügbarkeit von Videokommunikation aus der Cloud zu verbessern. Kunden sollen frei entscheiden können, wann, wie, und von wo aus sie Video Collaboration nutzen.
AT&T und Polycom-Realpresence-Plattform
AT&T wird die interoperable Polycom-Realpresence-Plattform als Teil seiner Videoinfrastruktur Telepresence Solution in AT&T Business Exchange aufnehmen. Kunden soll dies zusätzliche Möglichkeiten bieten:
Videokonferenz-Markt – Rückblick 2012
Das Jahr 2012 stand für die Videokommunikations-Branche aus technischer Sicht ganz im Zeichen der Optimierung von Telepresence und der Weiterentwicklung von Unified Communication und Collaboration, sowie der Nutzung von Videokonferenzen mit mobilen Devices.
Im Anwendungsbereich wurde Videokommunikation 2012 im deutschsprachigen Raum erstmals systematisch im direkten Kundenkontakt eingesetzt.
Standard für optimierte Videokonferenzen in Telepresence: Scalable Video Coding
Eingeführt in 2012 wurde das neue Kompressionsverfahren Scalable Video Coding, SVC, von der ITU, einer Arbeitsgruppe von Experten des Fraunhofer-Institutes für Nachrichtentechnik, Microsoft und Cisco. Es wurde entwickelt, um den wachsenden Ansprüchen an Qualität in Ton und Bild gerecht zu werden, die durch immer neue Entwicklungen von Telepresence-Systemen vorangetrieben werden. So vergibt das Scalable Video Coding unterschiedliche Prioritäten an verschiedene Datenpakete und überträgt Daten, die essentiell für eine reibungslose Videokommunikation sind, zuerst, unwichtigere Daten, die lediglich die Qualität erhöhen, später. Dadurch kann auch bei Videokonferenzen mit schlechterer Netzabdeckung eine einwandfreie Kommunikation gewährleistet werden.
Videokonferenzen im Sinne von Unified Communication und Collaboration: Microsoft Lync 2013
Microsoft hat es geschafft mit der neuen Version Lyncs, Lync 2013, eine neue Tiefe an Unified Communication und Collaboration zu erreichen. Der Anwender wird in Microsoft Lync mit Präsenzinformationen in Echtzeit versorgt. Es können umfangreiche Nutzerprofile inklusive variierbarem Anwesenheitsstatus, Einbindung der Location und Medien erstellt werden. Audio- und Videokonferenzen sind selbsterklärend und können mit einfachen Klicks zu komplexen Multipoint-Videokonferenzen mit Content Sharing ausgebaut werden. Für ein besonderes Nutzererlebnis ist Microsoft Lync 2013 nahtlos verknüpft mit anderen Microsoft Office Anwendungen und ist abgestimmt auf ein Arbeiten mit Windows 8.
Videokonferenzen mit dem mobilen Device: Vidyo, LifeSize und Polycom
Aufgrund steigender Anforderung an Flexibilität und Mobilität im Arbeitsalltag wurden 2012 zahlreiche Möglichkeiten der Videokonferenz-Nutzung mit dem mobilen Gerät auf den Markt gebracht. Zu den Anbietern der Lösungen zählen Unternehmen wie Vidyo, LifeSize und Polycom. Letzteres brachte mit der Polycom RealPresence Mobile Lösung für iOS und Android ein Tool auf den Markt, das die bereits vorhandene Infrastruktur von Polycom-Videokonferenzen mit dem mobilen Device verbindet und so Videokommunikation von überall in höchster Qualität nutzbar macht. Vidyo macht Videokommunikation selbst auf der kleinsten Ausbaustufe als Multipoint-Konferenzen mit bis zu 10 Teilnehmern möglich, ebenfalls in High Definition.
Videokonferenzen im direkten Kunden-Einsatz: Der virtuelle Experte
Eine weitere interessante Neuerung des Jahres 2012 ist der erstmalige systematische Einsatz der Videokommunikation im deutschsprachigen Raum in der direkten Kundenkommunikation. In einem Pilotprojekt wurde ein virtueller Experte erschaffen, der dafür sorgt, dass in einem Service-Gespräch eines Kunden mit seinem Berater bei Bedarf ein Experte hinzugeschaltet werden kann. Diese Form der flexiblen und individuellen Beratung verspricht großes Potenzial für die Zukunft und der Erfolg des Projektes lässt auf weitere Projekte dieser Art hoffen.










